MEDIZINISCHE INFO
Chinesische Medizin Meridianmassage Akupunktur
Bewegungspausen Meridiane Qi Akupressur

20 Minuten Entspannungsmassage am Arbeitsplatz

Shiatsu (japanisch für ´Finger-Druck´) ist eine Form der Körper- und Energiearbeit, die sich in Japan aus der traditionellen chinesischen Massage (anmo) sowie aus westlichen Methoden der Körpertherapie entwickelt hat. Als theoretische Grundlage dient vor allem die Energetik-Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Wie auch in der Akupunktur wird in einer Shiatsu-Behandlung entlang des Verlaufs von Meridianen gearbeitet.

Ein wesentlicher Unterschied zur Akupunktur besteht darin, daß anstelle der Nadeln mit dem Daumen, den flachen, sich abstützenden Händen, mit den Ellenbogen, den Füßen oder den Knien behandelt wird.

Mit gezielten punktuellen oder flächigen Berührungen, Rotationen, Dehnungen und anderen Techniken werden muskuläre Verspannungen gelockert mit dem Ziel der freieren Beweglichkeit des Bewegungsapparates und einer Stimulation des autonomen Nervensystems, was bedeutet, daß die Atmung sich vertieft, das Immunsystem angeregt und stabilisiert wird und die Stoffwechselfunktionen sich verbessern. In erster Linie geht es jedoch – mit den Worten der TCM – darum, den freien Fluß von Qi (sprich: tschi), der Lebensenergie, wieder herzustellen und so das energetische Gleichgewicht zu finden.

Der Patient wird während der Behandlung vom meist vorliegenden Zustand der Angespanntheit, Nervosität und hektischen Betriebsamkeit in einen als wohltuend empfundenen Zustand der inneren Ruhe und der tiefen Entspannung gebracht.

Im Verlauf einer Serie von Shiatsu – Behandlungen wird ein bewußterer Zugang der Patientin bzw. des Patienten zum eigenen Körper und zu seiner seelischen Befindlichkeit angestrebt. Die Selbstwahrnehmung verstärkt sich, so daß Signale von Körper und Seele zukünftig eher – d.h. idealerweise bevor es zum Ausbruch einer Krankheit kommen muß – erkannt werden können und ein Ausgleich herbeigeführt werden kann. So ist es z.B. häufig der Fall, daß PatientInnen während oder nach einer Serie von Shiatsu – Behandlungen ihre Ernährung bewußter und verantwortungsvoller handhaben als zuvor, daß sie beginnen, Ausgleichssport zu treiben, lange schon fällige Klärungsprozesse im Privatleben wie im Beruf aktiv mitzugestalten.

Neben der Prophylaxe hat sich herausgestellt, daß Symptome wie Rückenbeschwerden, HWS-Syndrom, LWS-Syndrom, Gelenkbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Energielosigkeit, Magenschmerzen, Colitis, Verstopfung, Durchfall sowie viele weitere akute und chronische Krankheiten und Beschwerden sehr gut auf Shiatsu ansprechen.

In schwerwiegenden Fällen ist Shiatsu als naturheilkundliche Therapiemethode eine sinnvolle Ergänzung zu schulmedizinischen und evtl. psychotherapeutischen Verfahren.

Shiatsu findet in der Regel in bequemer Bekleidung auf einer Matte am Boden statt, kann aber, wenn die Situation es erfordert, auch im Sitzen oder im Krankenbett verabreicht werden.